Er steckt in der Kaffeemaschine, im Küchenmesser und in der Konservendose, im Auto und in den Trägern der meisten Gebäude: Stahl. Die Metalllegierung mit Hauptbestandteil Eisen ist aus unserem Leben nicht wegzudenken.
Acht Tonnen pro Kopf sind in der Schweiz im Einsatz, schätzt das Stahlwerk Gerlafingen, wobei pro Kopf jährlich 190 Kilogramm «ausser Betrieb» gehen. Geschreddert und geschnitten landet der Stahlschrott zum Beispiel im Schmelzofen der Stahl Gerlafingen AG und wird zu jährlich rund 660 000 Tonnen Recyclingstahl für Bauwesen und Maschinenindustrie verarbeitet.
Zwar gehört das Stahlwerk zu den schweizweit grössten Energieverbrauchern. Da es aber nur Stahlschrott als Rohstoff verwendet, spart es indirekt sehr viel Energie, denn Recyclingstahl ist in der Herstellung durchschnittlich drei Mal weniger energieintensiv als aus Eisenerz gewonnener Stahl. Wobei Christoph Zeltner, Leiter Qualität & Umwelt der Stahl Gerlafingen, betont: «Wenn wir die unterschiedlichen Schrottsorten clever mischen, können wir damit unseren Energieverbrauch beeinflussen.»
Dass nicht alle Schrottsorten zum Aufschmelzen gleich viel Energie brauchen, bestätigt nun eine im Rahmen des NFP 70 durchgeführte Studie*. Energieintensiv ist insbesondere Stahlschrott, der stark durch mineralische Stoffe verunreinigt ist. So ist etwa der Energiebedarf zum Rezyklieren von Schrott, der in Kehrichtverbrennungsanlagen aus Schlacke zurückgewonnen wird, um rund ein Drittel höher als der von durchschnittlichem Schrott. Ein guter Grund also, Konservendose und Co separat zu sammeln und nicht im Mülleimer zu entsorgen.
Kommentieren
Nutzungsbedingungen
Ihre Meinung ist willkommen
Wir freuen uns über Kommentare und Diskussionen zu den einzelnen Beiträgen in „Energie &“. Bitte seien Sie dabei so verantwortungsbewusst und respektvoll wie im direkten, persönlichen Umgang.
Nicht zulässig sind:
Beiträge, die eine oder mehrere dieser Eigenschaften aufweisen, können ohne Rücksprache mit dem/der Verfasser/in gelöscht werden. Bei wiederholtem Verstoss kann der/die Nutzer/in gesperrt werden. Es besteht kein Recht auf Publikation.